Warum Profigärtner im April niemals düngen

Im April klingen die ersten Frühlingsgeräusche, und Gartenliebhaber sind bereit, ihre Beete zu pflegen. Überraschenderweise raten jedoch viele Profis davon ab, in diesem Monat Dünger einzusetzen. Dies liegt an verschiedenen Faktoren, die sowohl die Pflanzenpflege als auch die Bodengesundheit betreffen. Warum also dieser vorzeitige Verzicht auf Nährstoffe?

Die Bodenerwärmung im April

Ein wichtiger Grund, warum Profi-Gärtner im April nicht düngen, ist die Bodentemperatur. Zu dieser Zeit zählt die Erwärmung des Bodens zu den sichersten Indikatoren für das Pflanzenwachstum. Zu früh ins Düngemittelregal zu greifen, könnte dafür sorgen, dass überschüssige Nährstoffe im Boden bleiben, ohne dass die Wurzeln sie aufnehmen können. Experten empfehlen, mit dem Düngen zu warten, bis der Boden konstant warm ist, in der Regel ab Mai.

Tests zeigen, dass bei kaltem Boden die Mikrobenaktivität im Erdreich stark reduziert ist. Das bedeutet, dass die Nährstoffe, die durch eine frühzeitige Düngung freigesetzt werden, nicht wirksam sind. Stattdessen könnten sie die Pflanzen belasten.

Die Entwicklung der Pflanzen berücksichtigen

Eine weitere Überlegung ist die Entwicklungsphase der Pflanzen. Im April sind viele Pflanzen noch in der Ruhephase oder haben erst begonnen, neue Triebe zu bilden. Zu frühes Düngen kann dazu führen, dass die Pflanzen unnötig geschwächt werden. Weniger ist also oft mehr. Jüngere Pflanzen müssen sich erst festigen, bevor sie zusätzliche Nährstoffe erhalten.

Alternativen zum Düngen

Stattdessen könnten Gartenliebhaber im April die Gelegenheit nutzen, um den Boden durch das Hinzufügen von Kompost zu verbessern oder ihn einfach gut durchzulüften. Diese Methoden fördern die natürliche Bodenfruchtbarkeit, ohne neue Düngemittel einzuführen. Auf diese Weise wird der Garten optimal vorbereitet, wenn es im Mai Zeit zum Düngen ist.

Zusammengefasst ist der April nicht der richtige Zeitpunkt zum Düngen. Stattdessen liegt der Fokus auf der Bodengesundheit und der Entwicklung der Pflanzen. So schaffen Gärtner die besten Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum.

Schreibe einen Kommentar